Schuljahr 2003/04
Hier finden sie demnächst eine Auswahl von durchgeführten Projekten, Ausflügen und Veranstaltungen der Schule im Schuljahr 2003/04.
Schuljahr 2003/04:
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Ausgezeichnete Luruper Schulen
von T. Bräuer und W. Deppe Schwittay erschienen in Lurup im Blick
Berufsorientierung an den Schulen Altonaer Volkspark und Veermoor
Am vorletzten Schultag des abgelaufenen Schuljahres wird die Schule Am Altonaer Volkspark und die Offene Ganztagsschule Veermoor von einer unabhängigen Jury als Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung ausgezeichnet.
Beide Schulen haben sich einem schulexternen Überprüfungsverfahren im Frühjahr 2004 gestellt. Innerhalb einer Begutachtung wird wie in der Wirtschaft von unabhängigen Juroren festgestellt, in wie weit selbst gesteckte Ziele erreicht und in wie weit neue Wege auf dem Gebiet der Berufsorientierung beschritten werden. Beide Schulen gehören zu nur 16 Schulen in Hamburg, die dieses Zertifikat auf einer feierlichen Veranstaltung überreicht bekommen. Dabei wird positiv hervorgehoben, welche Anstrengungen bei zunehmend geringeren Ressourcen erfolgreich unternommen worden sind.
Beide Schulen bieten ihren Schülerinnen und Schülern eine breite Palette von Aktivitäten zur Berufsorientierung: Berufsinteressentests, Assessment-Center, Schülerfirmen, Computer- und Werkstattunterricht, Schülerpraktika in Tages- und Blockform, Teilnahme am Unterricht in Gewerbeschulen und ein vielfältiges Informationsangebot im Arbeitslehreunterricht. Für die Lehrkräfte wird ein guter Informationsaustausch innerhalb der AG BOSS im Luruper Forum ermöglicht, die die Arbeit der Schulen großartig unterstützt. Beide Schulen bringen ihre Erfahrungen und Anstrengungen in einem länderübergreifenden Projekt (EBISS - Erweiterte Berufsorientierung im System Schule) ein.
Darüber hinaus arbeiten beide Schulen eng mit den sozialen Einrichtungen zusammen, um einen möglichst erfolgreichen Übergang ihrer Schüler in die Arbeitswelt zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang sei auf den neuen Internetauftritt http://www.ausbildung-lurup.de hingewiesen. Die Schulen würden sich freuen, wenn Luruper Unternehmen ihre Lehrstellenangebote in Zukunft auch auf dieser Seite veröffentlichen würden.
Qualitätssiegel für vorbildliche Berufsorientierung
In der ersten Zertifizierungsrunde erhielten in Hamburg 16 Schulen das Qualitätssiegel Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung.
Das Siegel gilt für drei Jahre. Die zertifizierten Schulen erhalten es als Gebäude - Plakette und als Logo für ihren Briefkopf. Nach Ablauf der Jahre entscheidet sich die Schule erneut, ob sie sich dem Auditierungsprozess und Vergabeverfahren stellt. Für die Rezertifizierung wird ein erweiterter Kriterienkatalog zugrunde gelegt.
Die Verleihung erfolgt im Namen einer Gemeinschaftsinitiative, in der sich folgende Institutionen zusammen
geschlossen haben: Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT, DGB und die Behörden für Bildung und Sport, Soziales und Familie sowie Wirtschaft und Arbeit. Die Initiative der in der Gemeinschaft zusammengeschlossenen Institutionen und die Besetzung der 16-köpfigen Jury mit vielen Ausbildungsleitern aus Betrieben zeigt das große Interesse auch der Wirtschaft an einer praxisnahen Berufsorientierung in den Schulen.
Bei der Preisverleihung machten die Juroren an vielen Beispielen deutlich, dass die ausgezeichneten Schulen in der ökonomischen Grundbildung besonders aktiv sind und in den Bereichen Kompetenzprofile, Praktika und Erkundungen Schwerpunkte setzen. Sie stellten aber auch fest, dass der Berufswahlprozess und die Übergangsplanung Schule - Beruf an den Schulen strukturiert und nachhaltig abläuft.
EBISS II - Transfer
Erweiterte Berufsorientierung - Projekte und Ziele
Die Verankerung des Schwerpunktes Berufsorientierung in der Schule soll im Rahmen von EBISS durch neue Projekte ergänzt und ausgebaut werden. Die Projekte unterstützen die Lehrkräfte und Schüler im Bereich der Berufsorientierung und fördern die Netzwerkbildung mit anderen Institutionen.
a) Entwicklung eines Berufsorientierungs-Newsletters für einen zeitnahen Informations-
austausch von Schülern, Eltern, Lehrern, Partnerunternehmen und -schulen, Kooperations-
partnern aus dem Stadtteil und anderen Netzwerkpartnern bezüglich der Berufsorientierungs-
aktivitäten der Schule.
b) Erstellung einer interaktiven Praktikumskartei auf CD für Schüler und Lehrer als Unterstützung
bei der selbstständigen Praktikumssuche.
c) Verankerung von "E-Learning-Sequenzen" zum selbstgesteuerten Lernen im Bereich der
Berufsorientierung.
d) Einführung eines Berufsinteressentests für alle Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe.
e) Beginn der vorbereitenden Berufsorientierung schon ab 5./6. Klasse.
f) Ausbau des regionalen Netzwerkes zur Berufsorientierung.
Assessment für Hauptschüler

Kompetenzerfassung mit Assessment-Methoden zur Feststellung beruflicher Potenziale
Kurz vor Ostern, am 07. und 08.04.2004 nahm die 8. Klasse am Assessment im Haus der Jugend Böverstland teil. Die Nachbesprechung und Austeilung der Zertifikate erfolgte am 15.04.2004 in der Schule. Das Assessment Verfahren ist eine gezielte berufsorientierende Aktion der Schule unter externer Leitung mit konkret erfahrbaren Leistungen für die Schülerinnen und Schüler und Lehrenden. Für die Durchführung des Assessments war der Job Club Altona verantwortlich. Die Durchführung des Assessments erstreckte sich über drei Schultage, wobei der dritte Tag für Einzelgespräche zwischen Moderatoren und Schülerinnen und Schülern genutzt wurde. Aus der unmittelbaren Durchführung lässt sich berichten, dass an je zwei Vormittagen zunächst Einzel-, Paar- und Gruppenübungen angeboten und absolviert wurden. Beispielsweise wurden die Schülerinnen und Schüler zum "Wünschen" und "Phantasieren" eingeladen:Zum Beispiel wurden unter der Leitfrage "Wer will ich im Jahr 2010 sein?" im Rahmen bestimmter Zeitvorgaben Partnerinterviews durchgeführt und präsentiert. Eine weitere Gruppenübung stellte der Einsatz eines Planspiels dar, in welcher die Gründung einer Firma simuliert wurde. In einem ersten Schritt wurde die Firma geplant und bereits erste Aufgaben in kleinen Teams - den Firmenabteilungen - bearbeitet. An einem so genannten Tag "der offenen Tür" warben die Angestellten um Auszubildende. Dazu präsentierten die Schülerinnen und Schüler die spezifischen Ausbildungsberufe bzw. Ausbildungsinhalte und bemühten sich auch gezielt um einzelne Bewerber. Durch die Aufgabenstellung im Rahmen der fiktiven Firma wurden Situationen durchgespielt, in denen die Schülerinnen und Schüler
- bewusst ihre Fähigkeiten erleben konnten, konzeptionell und kreativ in Gruppen zu arbeiten
- ihre Belastbarkeit bei Stress und ihre Fähigkeit, Entscheidungen für sich und andere zu treffen, auf die Probe stellen konnten und
- bezüglich der fachlichen und sozialen Kompetenzen Selbst- und Fremdeinschätzungen erhielten.
Die mit dem Assessment Verfahren verbundenen Ziele konnten bei unseren Schülerinnen und Schüler in vollem Umfang erreicht werden. Anhand der, speziell auf die Klasse zugeschnittenen Konzeption konnten alle motiviert werden, sich auf das Thema Berufsorientierung/Berufsfindung einzulassen und sich intensiv damit auseinander zu setzen. Alle Jugendlichen arbeiteten bis zum Ende mit, waren sehr gesprächsoffen und an ihren eigenen Ergebnissen sehr interessiert. Als Nachfolgeangebote folgen nun das Coaching im HDJ Böverstland und mit dem Job Club Mobil, sowie Übungen zur Eigenpräsentationen im Job Club Altona.
Vernetzte Klassenzimmer
T. Bräuer / K. Gotsch / R. Krumme
Das vernetzte Klassenzimmer konnte leider nur in einem sehr begrenzten Zeitraum ausgiebig an der Schule genutzt werden. In dieser Zeitspanne boten sich allerdings vielfältige Untersützungsmöglichkeiten für einen Lehr- und Lernprozess an, der der Forderung nach neuen Lernformen im Bereich der Berufsorientierung gerecht werden konnte.
Neues Lernarrangement an der Schule
Das vernetzte Klassenzimmer bot die Möglichkeit den traditionellen Unterricht durch neue Unterrichtsformen effektiver und einfacher, im Bereich unseres Berufsorientierungsbausteins "Wir gründen eine Schülerfirma", zu machen. Das Projekt "Schülerfirma" dient in erster Linie der Förderung von Selbstständigkeit, Entscheidungsfreudigkeit und Verantwortungsbewusstsein sowie der Entwicklung von Teamfähigkeit. Alle Ziele des Berufsorientierungsbausteins sind kompatibel zu den Zielen des
vernetzten Klassenzimmers. Also bot sich hier die Chance, die
Schülerfirma mit den Ideen des vernetzten Klassenzimmers zu
vernetzen.
Schülerfirma
Innerhalb der Schülerfirma lernen die Schülerinnen und Schüler betriebliche Zusammenhänge, unter denen unternehmerische Entscheidungen zustande kommen, kennen. Zielgerichtetes ökonomisches Denken und Handeln wird durch den unmittelbaren Praxisbezug angeregt. Die Schülerinnen und Schüler haben durch die verschiedenartigen Aufgaben, je nach Unternehmensaufbau (siehe Grafik), die in einer Schülerfirma anfallen, die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in unterschiedlichen Praxisfeldern der Schülerfirma in einer der Realität angenäherten Situation zu erproben. Entscheiden und Handeln bekommen damit einen umittelbaren Bezug zur betrieblichen Praxis. Der Verkauf der angefertigten Produkte findet immer an einem außerschulischen Lernort (z.B Wochenmarkt) statt. Die Schülerfirma dient dabei, wie das vernetzte Klassenzimmer, in besonderer Weise auch der Orientierung für das spätere Berufsleben.
Flexibler Notebookeinsatz im Bereich der Kaufmännischen Abteilung
Das vernetzte Klassenzimmer ermöglichte durch den flexiblen Notebookeinsatz einen schnellen, flexiblen und unkomplizierten Zugang im Bereich der Kaufmännischen Abteilung. Hier wurden die Notebooks als Werkzeug genutzt, um die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu nutzen bzw. zu erweitern im Bereich
- Entwicklung von Rechnungsvordrucken
- Produktkalkulation
- Bilanzerstellung
- Preisschilder erstellen
- Werbungstrategien entwickeln
- usw.
Flexibler Notebookeinsatz im Bereich der Produktionsabteilungen
Im Produktionsbereich der Unterabteilungen "Holztechnik" und "Kunst und Design" wurden die Notebooks des vernetzten Klassenzimmers eingesetzt, um
- Arbeitsprozesse zu planen und zu organisieren
- Arbeitspläne und Arbeitsschritte zu entwickeln
- kleinere technische Skizzen zu entwerfen.
- usw.
In beiden Abteilungen wurde auf die technische Ausstattung des vernetzten Klassenzimmers zurückgegriffen, hierzu zählte neben der Hardware vor allem die Software zur Tabellenkalkulation und Textverarbeitung.
Kombination als Motivation
Die Kombination der Schülerfirma und des vernetzen Klassenzimmers ermöglichte den Schülerinnen und Schülern nicht nur eine kreative Werkzeugnutzung, sondern auch eine Erweiterung der individuellen Medienkompetenz. Zu beobachten war eine Zunahme der Motivation sich mit okönomischen Inhalten auseinanderzu-setzen. Durch das hohe Maß an Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung wurde ein individualisiertes und differenziertes Lernen und Üben am Arbeitplatz innerhalb der Schülerfirma ermöglicht. Die Notebooks wurden für einen kurzen Zeitraum zu einem selbstverständlichen, fächerübergreifenden und in der Zeit der Schülerfirma genutzen Arbeitsmittel.
Theorie und Praxis
Die Verfügbarkeit der Notebooks ermöglichte eine stärkere Verzahnung von Theorie und Praxis, von Schule und Arbeitswelt und es entstand ein neues und bei den Schülerinnen und Schülern beliebtes Lernarrangement.
Ausblick
Durch die in der kurzen Zeit gemachten positiven Erfahrungen sollen die Notebooks ab dem nächsten Schuljahr der Lerngruppe der Schülerfirma, also den Klassenstufen 7 und 8 zugänglich gemacht werden. Durch die auf einen längeren Zeitraum, als auf die acht Wochen angelegte Testphase, soll das Lernarrangement "Schülerfirma" und "flexibler Notebookeinsatz" allen Hauptschülerinnen und Hauptschülern die Möglichkeit gegeben werden, ihre Medienkompetenz individuell und handlungsorientiert zu erweitern. Ein wesentliches Leitziel bleibt und ist die Stärkung der Gesamtpersönlichkeit. Durch den ergänzenden Einsatz der Neuen Medien sollen die Schülerinnen und Schüler Selbstvertrauen in einem ersten Schritt gewinnen. Die erworbenen Fähigkeiten sollen dann möglichst anderen Schülerinnen und Schülern in einem zweiten Schritt zu Gute kommen. Die erworbene Medienkompetenz wird dabei im Zertifikat bescheinigt und kann in den folgenden Berufsorientierungsbausteinen Werkstattkooperation mit der G10 und den INTENSIVpraktikum von den Schülerinnen und Schülern genutzt und erweitert werden.
Am Ende
Ein besonderer Dank gilt Gunnar Liebers, dem Projektkoordinator des vernetzten Klassenzimmers, der immer ansprechbar war und immer Lösungen für technische Probleme parat hatte. Das gleiche gilt für das uns betreuende 3S Schul-Support-Service-Team.
Intensivpraktikum auch im Schuljahr 2003/04
Als Ergebnis der Auswertung von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern der letzten Abschlussklasse des diesjährigen INTENSIVPRAKTIKUMS ist eine Wiederholung im Schuljahr 2003/2004 zu benennen.
Die Bandbreite der Praxisplätze, die Schülerinnen und Schüler durchlaufen haben, ist breit:
Tischler, Kfz-Mechaniker, Glaser, Orthopädiemechaniker, Einzelhandelskaufmann, Garten- und Landschaftsbauer, Gebäudereiniger, Maschinenbaumechaniker sind die ausgewählten Berufsbereiche der Jungen. Die der Mädchen waren: Friseurin, Arzthelferin, Einzelhandelskauffrau, Garten- und Landschaftsbauerin, Speditionskauffrau und Kosmetikerin.
Die Auswertung ergab, dass das INTENSIVPRAKTIKUM insgesamt zu einer Stärkung der Gesamtpersönlichkeit der Schüler geführt hat und ihnen im Bereich der Berufsorientierung in Bezug auf die Berufswahl eine erhebliche Hilfestellung gewährleistet hat. Das selbstständige Streben nach Lernen, verbunden mit einer durch die Praxiserfahrungen ausgelöste erhöhte Lernmotivation, spiegelte sich in fast allen Unterrichtsfächern wieder. Die Erfahrung "selbst etwas Wert zu sein" führte zu deutlich geringeren Fehlquoten und eine erhöhte Bereitschaft zu engagiertem Lernen. Das Streben nach Leistungsverbesserungen war bei vielen Schülerinnen und Schüler zu bemerken.
Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Betriebe in der Region ist es uns in diesem Schuljahr nicht geglückt, aus den Praxisbetrieben Ausbildungsplätze angeboten zu bekommen. Dies war nur in einem Fall möglich. Wir hoffen, auf positive Entwicklungen im nächsten Schuljahr einhergehend mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Gesamtsituation
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